Blues

Überblick

Auf vielfachem Wunsch habe ich nun den Blues in den »Reigen« der zu beschreibenden Tänze aufgenommen. Obwohl er eigentlich keiner Beschreibung bedarf. Diesen Tanz tanzt man einfach, so einfach ist er ...

Der Blues ist der romantische unter den Partytänzen. Anders als bei den anderen Tänzen übt man aber beim Blues keine Figuren ein oder arbeitet an der optimalen Tanzhaltung – wobei Letzteres bei Frisch- oder Immer-noch-Verliebten dann doch stattfindet ...

Der Blues wird auf Liebeslieder getanzt. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Man lernt ihn zwar ganz normal in der Tanzstunde und kann ihn dort auch mit jeder bzw. jedem tanzen. Auf Übungspartys, gerade mit jüngerem Publikum, hat es sich aber eingebürgert, dass man den Blues nur mit jemandem tanzt, den man sehr gern hat. Mag sein, dass es da von Region zu Region andere Bräuche gibt, aber dies ist eigentlich schon der Normalfall. Es ist eben ein Tanz, der kaum Figuren kennt und als Tanz nicht viel bietet. Also beschäftigt man sich miteinander, unterhält sich z.B. oder wird etwas intimer.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand einer Aufforderung zum Blues nachkommt, der einen nicht kennt. Noch unwahrscheinlicher ist dies aber, wenn derjenige einen kennt und nicht besonders mag. Das ist die Praxis. Bei anderen Tänzen, z.B. Walzer, Jive, Disco-Fox ist das wieder etwas anders. Bei diesen sollte man darüber hinwegsehen und tanzen, wenn man aufgefordert wird.

Der »Blues« wird von vielen auch »Schieber« genannt. Die Tanzhaltung ist locker. Die gefassten Hände sollten zumindest unten gehalten werden, also nicht wie sonst üblich auf Schulter- /Kopfhöhe. Im fortgeschrittenen Stadium der Freundschaft fasst der Herr mit beiden Händen am Rücken/Hüfte – bitte nicht tiefer. Die Dame hat dann beide Hände ebenfalls an seinem Rücken/Hüfte. Eine weitere Verringerung des Abstands ergibt sich dann – oder auch nicht ... Je mehr man sich mag, desto hautenger tanzt man.

Ein paar Takte zur Musik. Der Blues wird auf ganz langsame Musik getanzt. Er beginnt geschwindigkeitsmäßig dort, wo die Rumba zu langsam wird, also in der Regel bei waschechten Liebesliedern. Wenn Du also beim Rumba-Tanzen denkst, »Gähn, das dauert bis man da den nächsten Schritt setzen kann!«, dann ist das ein Blues. So einfach kann das Leben sein ... (Und die früher mal gekauften »Kuschelrock-CDs« machen auf einmal Sinn.)

Es gibt kaum Figuren für den Blues. Die Konzentration gilt bei diesem Tanz dem Partner. Man unterhält sich nett oder schmust rum, je nachdem wie sehr man sich mag. Folgende Schritte sind online:

  1. Grundschritt

  2. Einfacherer Grundschritt (»Schieber«)



 
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