Mambo

Überblick

Der »Mambo/Salsa« unterscheidet sich in der Grundtechnik etwas von den etablierten Lateintänzen. Bevor ich auf den Tanz eingehe noch etwas zu den Begrifflichkeiten. In Tanzschulen ist immer von »Mambo/Salsa« (»Mambo-Salsa«) die Rede ... Was versteckt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Mit dieser Wortschöpfung trägt dem Umstand Rechnung, dass es sich bei dem gelehrten Stil um eine an europäische/nordamerikanische Gewohnheiten angepasste Technik handelt. Denn natürlich tanzt man in den Ursprungsländern den Salsa und auch den Mambo anders als hierzulande, nämlich total ungezwungen, spontan, nicht so kopflastig.

Der Ansatzpunkt für das Tanzen ist dort einfach ein anderer. Ausgangspunkt ist immer die Musik, der Rhythmus. Nach diesen bewegen sich die Cubaner/Südamerikaner einfach mit Gefühl, ohne zu sagen »Tanzen wir mal eine Tanz mit dem Namen Salsa«. Dieses Gefühl welches die Leute dort haben, kann man aber nicht lehren. Also musste man das ganze erst in eine Form bringen, die für die Masse der tanzinteressierten Europäer nachvollziehbar ist. Und das hat man dann unter dem Begriff »Mambo/Salsa« zusammengefasst.

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Wer seine Salsa-Kenntnisse vertiefen möchte oder vor dem Besuch einer Salsa-Party auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich mit Hilfe der DVD »Get the Dance - Salsa« zu Hause fit machen. Die DVDs von Markus Schöffl sind eine Empfehlung wert, weil sie einfach aufgebaut und mit nützlichen Extras, wie etwa einer Endlos-Wiederholung, versehen sind. Natürlich wird das Ganze auch sehr sympatisch präsentiert.


Der »Mambo/Salsa« war lange Zeit nicht Bestandteil des offiziellen Tanzkursinhalt in vielen Tanzschulen. Die Leute wollten halt früher lieber Cha-Cha-Cha und Rumba beigebracht bekommen. So wurde dann lediglich der Grundschritt gelehrt und hin und wieder als Gimmick eine kleine Figur. Dies hat sich inzwischen scheinbar – laut Berichten von Besuchern dieser Website - geändert.

Damit hätte man sich dem Trend und der Nachfrage angepasst. Denn der Salsa hat den klassischen Lateintänzen außerhalb der Tanzschulen längst den Rang als beliebtester Tanz abgelaufen hat. Schon mal von einer Cha-Cha-Cha-Session oder einer Rumba-Nacht gehört? Salsa-Partys steigen aber am laufenden Band und die Salsa-Clubs sprießen.

Der Mambo/Salsa ähnelt in seinen Schritten der (kubanischen) Rumba und er wird extrem schnell getanzt – so schnell, dass man mit den Schritte-Setzen kaum nachkommt. Nun ist es nicht so einfach zu sagen, wie man die Technik RICHTIG tanzt, denn es gibt verschiedene Stile und jeder Tanzlehrer hat noch dazu eigene Präferenzen, was die Ausführung betrifft.

In manchen Tanzschulen ist es so, dass im Zentrum der tänzerischen Aufmerksamkeit die Hüftbewegung steht, mit der Hüfte »gearbeitet« wird. In Salsakursen habe ich dann aber auch gesehen, dass es Salsa-Lehrer gibt, welche vor allen Dingen Wert auf die Lockerheit der Schritte setzen und die Hüftarbeit außen vor lassen bzw. die Hüftbewegung nicht so dynamisch sehen möchten, wie das geübte LateintänzerInnen aus den Tanzschulen oft verinnerlicht haben.

Um ehrlich zu sein: Ich bin kein Tanzhistoriker und kann an dieser Stelle nicht über die verschiedenen Salsa-Stile in verschiedenen Ländern und Regionen dozieren. Wer hier eine wissenschaftliche Abhandlung erwartet, wird nicht fündig werden. Am weitesten verbreitet ist hierzulande der »New York Style«. Das ist eine Variante, die den nativen Stil mit Figuren und Verhaltensweisen der klassischen Lateintänze in Einklang zu bringen versucht.

»Dirty Dancing« ist jedem ein Begriff und auch wenn Salsa-Liebhaber wahrscheinlich wenig übrig haben für die dort sehr amerikanisierte Tanzweise (mit vielen Show-Hebungen und Theatralik), so kann man doch sagen, das dieser Tanz seine große Popularität vor allem diesem Film zu verdanken hat. Übrigens: Bitte keine Anfragen mehr, ob ich die Schritte des Films online stellen oder mal eben per E-Mail zuschicken kann. Wie soll ich das machen?

Wie bereits oben erwähnt gibt es im Salsa verschiedene Ansatzpunkte für das Beibringen der »richtigen« Technik. Die Tanzschulen, welche ich kenne, orientieren sich relativ stark an der klassischen Lateintechnik. Demzufolge wird viel mit der Hüfte gearbeitet. Diese kommt nie zum Stilstand und rollt unentwegt (Contract - Release). Allerdings hat man schon seine Problemchen (ich zumindest), diese Technik auch wirklich sauber und dauerhaft durchzuziehen, denn der Mambo/Salsa ist ein verdammt schneller Tanz, bei dem man teilweise schon froh sein kann, den Fuß nicht zu spät gesetzt zu haben.

Wer den Mambo/Salsa gerne besser lernen möchte, der findet inzwischen ein reichhaltiges Angebot an Sonder-, Schnupper-, Spezial- etc. Kursen. Es gibt in vielen Städten vermehrt auch reine Salsa-Partys auf denen man dann nur diesen Tanz tanzt. Der Mambo/Salsa ist, und das ist das Fazit, auf jeden Fall ein Tanz, der jung und alt gleichermaßen gefällt und zum Tanzen animiert.

Diese Schritt sind bereits online:
  1. Grundschritt

  2. Seitwärts-Schritte

  3. Promenade